IBA 2027
StadtRegion Stuttgart

Genau 100 Jahre nachdem die europäische Architekten-Avantgarde in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung ihr damals radikales „Wohnprogramm für den modernen Großstadtmenschen“ vorstellte, soll die Internationale Bauausstellung (IBA) 2027 StadtRegion Stuttgart ganz neue Antworten finden auf die Frage: Wie leben, wohnen, arbeiten wir im digitalen und globalen Zeitalter?

Gesteuert wird die IBA von der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH. Gesellschafter sind die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Architektenkammer Baden-Württemberg sowie die Universität Stuttgart.

Aktuelle Infos zum Start der Projektsammlung:
Dossier: Die IBA’27 im Überblick (PDF)
Fragebogen: Projektvorschläge für das IBA’27-Netz (PDF)

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News

IBA arbeitet: Plenum #2 am 6. November 2018

22.10.2018 Für die inhaltliche Arbeit der IBA 2027 stehen vier offene Fachforen zu den Themen "Politik und Gesellschaft", "Wirtschaft und Mobilität", "Forschung und Technologie" sowie "Planen und Bauen". Die Foren sind offene Diskussionsplattformen, an denen sich alle Interessierten beteiligen können. ... mehr

IBA 2027 startet Projektsammlung

19.10.2018 Die IBA 2027 wird konkret. Mit dem Aufruf zum Einreichen von Projektvorschlägen für das IBA-Netz startet die Internationale Bauausstellung 2027 die Sammlung visionärer Ideen für die Region Stuttgart. „Wir suchen Projekte mit dem Mut, drängende Zukunftsfragen phantasievoll anzugehen, die unter dem Dach der IBA 2027 internationale Strahlkraft entwickeln“, sagt Andreas Hofer, Intendant der Bauausstellung. ... mehr

Wer baut die Stadt?

18.10.2018 Der 13. Tag der Planung an der Hochschule für Technik Stuttgart geht der Frage nach: Wer baut die Stadt? Fachleute präsentieren ihre Sicht- und Handlungsweisen und stellen diese zur Diskussion. ... mehr

Projekte

Mit einer Vielzahl von Projekten erprobt die IBA 2027 die Zukunft der StadtRegion Stuttgart und macht diese exemplarisch erlebbar. IBA-Projekte werden anspruchsvolle Bauvorhaben sein – Quartiere, Gebäude, Infrastrukturen. Hinzu kommen nicht-bauliche Projekte wie neuartige Planungsprozesse oder Partizipationsformate, Kommunikationsprojekte oder Forschungsarbeiten. Zur Umsetzung ist die IBA 2027 in drei Säulen aufgebaut: Das IBA-Netz, die IBA-Quartiere und die IBA-Festivals.

Das IBA-Netz

In verschiedensten Projekten entsteht ein Netz der Infrastruktur, des Wissens und der regionalen Entwicklung. Es wird geforscht, zusammengearbeitet, diskutiert – und nicht zuletzt gebaut. Die Projekte dauern kurz oder lang, sie generieren Wissen, inspirieren und steigern die Intelligenz der Region.

Was? Modellhafte und anspruchsvolle Projekte zur regionalen und städtischen Raumentwicklung: kleine und große Bauprojekte, Infrastrukturmaßnahmen, Forschungsprojekte, experimentelle Veranstaltungsformate, Publikationen, Ausstellungen und Kongresse; virtuell und real; in thematischer Vielfalt zu relevanten Zukunftsfragen, von Mobilität bis Biodiversität, von Digitalisierung bis zum Demografischen Wandel.

Wie? Die Projekte verorten sich in der 4x4-Themenwelt der IBA 2027, zeigen ihre Innovationsleistung und Modellhaftigkeit, ihre regionale Relevanz und ihr Potenzial für internationale Ausstrahlung. Die IBA 2027 begleitet, unterstützt und dokumentiert; die Aufnahme ins kuratorische Programm klärt sich im Lauf des Prozesses. Die Projektsammlung ist im Oktober 2018 gestartet (hier gibt es weitere Infos dazu).

Die IBA-Quartiere

Bis 2027 sollen fünf bis sieben exemplarische IBA-Quartiere entstehen, in denen modellhafte Antworten auf viele der zentralen Zukunftsfragen der Region Stuttgart sichtbar werden.

Was? Durch mischte, dichte Viertel zum Leben und Arbeiten, in denen auch produziert werden kann, mutig und anspruchsvoll in Städtebau und Architektur, zukunftsfähig, sozial gemischt und generationentauglich, energieeffizient und mit modernen Mobilitätsangeboten – und mit einer Mindestgröße, die alltägliche Infrastrukturen und eine vielfältige Gemeinschaft ermöglicht.

Wo? Neubau; Transformation von Siedlungen aus den 1960er- und 70er-Jahren; Verdichtung und Ergänzung von Einfamilienhausgebieten, Industrie- und Gewerbearealen; in den Städten und in ländlicheren Gegenden; konkrete Orte werden aus vielversprechenden Vorhaben des IBA-Netzes im Dialog mit Partnern in den Kommunen entwickelt.

Wie? Internationale Wettbewerbe und Dialog zwischen Planungsteams aus verschiedenen Ländern; Partizipationsprozesse mit Planerinnen, der Öffentlichkeit und den Nutzern; hohe baukulturelle Ziele; zukunftsfähige Mobilitäts- und Energiekonzepte; als Plattformen für Bau- und Umwelttechnik und neue Bauprozesse.

Die IBA-Festivals

2023, 2025 und 2027 sind IBA-Festivals der temporären und experimentellen Architektur geplant. Das letzte Festival wird der zentrale Besuchsort des Präsentationsjahres der IBA 2027.

Was? Ausstellungen mit temporären experimentellen Gebäuden, beispielsweise als transportable Reserveflächen für Geflüchtete, Kreative, Startups, Studierende. Die Bauwerke werden anschließend Teil der Stadtregion und können in ihr wandern. Nichts wird weggeworfen, nichts wird ausschließlich für die Anlässe produziert: Alles findet Nachnutzung in der Stadt oder im größeren Raum.

Wer? Studierende und Forschende, Kreative und Praktiker mit Expertise in Leichtbau und Ingenieurwissen, Technologie und Architektur aus der Region Stuttgart, Deutschland und der Welt.

Themenwelt

Grundlage der IBA 2027 ist die 4 x 4 Themenwelt, die mehr als 500 Akteure aus den Kommunen, aus Architektur, Stadt- und Regionalplanung, Kammern, Verbänden, Kultur und Gesellschaft, dem Bauwesen und den politischen Gremien gemeinsam im Rahmen der IBA-Plattform entwickelt haben.

Organisiert wurde die IBA-Plattform von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) im Auftrag der Regionalversammlung.

Die Ergebnisse der IBA-Plattform dokumentiert das Memorandum IBA 2027 StadtRegion Stuttgart (PDF, 3,7 MB)

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4 x 4: Die Themenwelt der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart

Vier Themen und vier für alle Projekte relevante Querschnittsqualitäten bilden die Themenwelt der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart. Dieses Grundgerüst als Ergebnis der IBA-Plattform Region Stuttgart wird während der zehnjährigen Laufzeit der IBA unter Einbeziehung nationaler und internationaler Experten und der regionalen Akteure offen diskutiert und laufend weiterentwickelt.

Themen
Querschnittsqualitäten
Baukultur einer Neuen Moderne
Bilanz 100 Jahre Weißenhof, kritische Reflexion des Städtebaus im 20. Jahrhundert, auf dem Weg zur Dritten Moderne? Umgang mit dem Bestand, Nutzungsmischung, grüne Infrastruktur …
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Baukultur einer Neuen Moderne
Bilanz 100 Jahre Weißenhof, kritische Reflexion des Städtebaus im 20. Jahrhundert, auf dem Weg zur Dritten Moderne? Umgang mit dem Bestand, Nutzungsmischung, grüne Infrastruktur …
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Integrierte Quartiere
Bezahlbarer Wohnraum, Innovationen beim Flächendruck, funktionale Mischung, produktive Stadt, stadtverträgliche Industriearchitektur, Frei(heits)räume für kreative Milieus …
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Integrierte Quartiere
Bezahlbarer Wohnraum, Innovationen beim Flächendruck, funktionale Mischung, produktive Stadt, stadtverträgliche Industriearchitektur, Frei(heits)räume für kreative Milieus …
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Neue Technologien für die lebenswerte StadtRegion
Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelten, Smart Region & Cities, neue Konstruktionsformen in Verbindung mit Gebäudetechnik, Leichtbau, Infrastruktur …
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Neue Technologien für die lebenswerte StadtRegion
Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelten, Smart Region & Cities, neue Konstruktionsformen in Verbindung mit Gebäudetechnik, Leichtbau, Infrastruktur …
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Region ist Stadt und Stadt ist Region
Polyzentrische Region statt Megacity, regionales Miteinander selbstbewusster Kommunen, Management des Wandels unter Wachstum, Stadt, Natur und Fluss, Stärkung lokaler Eigenarten und Identitäten …
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Region ist Stadt und Stadt ist Region
Polyzentrische Region statt Megacity, regionales Miteinander selbstbewusster Kommunen, Management des Wandels unter Wachstum, Stadt, Natur und Fluss, Stärkung lokaler Eigenarten und Identitäten …
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Mobile Region
Intermodalität im postfossilen Zeitalter, Verknüpfung von Wohnen und Mobilität, Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs, Elektromobilität, Rad- und Fußgänger-Freundlichkeit, Logistik, Sharing, automatisiertes Fahren …
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Mobile Region
Intermodalität im postfossilen Zeitalter, Verknüpfung von Wohnen und Mobilität, Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs, Elektromobilität, Rad- und Fußgänger-Freundlichkeit, Logistik, Sharing, automatisiertes Fahren …
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Nachhaltige Region
Klimaneutrale Region, Ressourceneffizienz, resiliente Region, Klimaanpassung, hohe Luft- und Wasserqualität, Kreislaufwirtschaft, recyclinggerechtes Bauen, Cradle to Cradle, wettbewerbsfähiger Standort …
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Nachhaltige Region
Klimaneutrale Region, Ressourceneffizienz, resiliente Region, Klimaanpassung, hohe Luft- und Wasserqualität, Kreislaufwirtschaft, recyclinggerechtes Bauen, Cradle to Cradle, wettbewerbsfähiger Standort …
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Solidarische Region
Zusammenleben, Toleranz, soziale Durchmischung, Integration und Inklusion in einer Zuwanderungsregion, Fachkräftegewinnung und gesellschaftliche Akzeptanz für Industrie in einem von Wohlstand geprägten Umfeld …
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Solidarische Region
Zusammenleben, Toleranz, soziale Durchmischung, Integration und Inklusion in einer Zuwanderungsregion, Fachkräftegewinnung und gesellschaftliche Akzeptanz für Industrie in einem von Wohlstand geprägten Umfeld …
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Partizipative Region
Ausbau der regionalen Governance: neue Formen der regionalen Zusammenarbeit, Mitwirkung und Bürgerbeteiligung, zivilgesellschaftliches Engagement auf regionaler Ebene …
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Partizipative Region
Ausbau der regionalen Governance: neue Formen der regionalen Zusammenarbeit, Mitwirkung und Bürgerbeteiligung, zivilgesellschaftliches Engagement auf regionaler Ebene …
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Hintergrund

Rückblick: Die Bauausstellung 1927 in Stuttgart

Als Bauausstellung des Deutschen Werkbunds und der Stadt Stuttgart entstand 1927 am Stuttgarter Killesberg die Weißenhofsiedlung. Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe errichteten führende Vertreter des Neuen Bauens – darunter Le Corbusier, Walter Gropius, Hans Scharoun und die Brüder Bruno und Max Taut – 21 Musterhäuser mit insgesamt 63 Wohnungen. In ihrer schnörkellosen Modernität ist die Siedlung ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche des frühen 20. Jahrhunderts. Sie war Teil der Ausstellung „Die Wohnung“, die auch an anderen Orten Stuttgarts stattfand.

Errichtet wurden die Häuser in nur 21 Wochen, ihr Äußeres wie auch die verwendeten Materialien und Bautechniken unterschieden sich radikal vom damals Gewohnten. Die Architekten strebten danach, Licht und Luft in die Wohnräume zu bringen und durch rationelle Methoden bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Sie entwarfen nicht nur die Gebäude, sondern gestalteten auch die Inneneinrichtung und entwickelten so ein umfassendes „Wohnprogramm für den modernen Großstadtmenschen“.

Heute gilt die Weißenhofsiedlung als eine der bedeutendsten Architektursiedlungen der Neuzeit und ist ein weltweit beachtetes Vorbild der modernen Architektur. Jährlich kommen mehr als 30.000 Besucher in die Siedlung und das 2006 eröffnete Weißenhofmuseum.

www.weissenhofmuseum.de

Internationale Bauausstellungen

Internationale Bauausstellungen (IBA) sind ein Instrument der Stadtplanung und des Städtebaus. Als Labore auf Zeit entwickeln sie soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Innovationen für den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wandel in der jeweils ausrichtenden Region – wie auch als Vorbild für andere Regionen. In den mehr als hundert Jahren ihrer Geschichte haben sie sich zu einem international anerkannten Markenzeichen der Stadtplanung entwickelt.

Eine IBA läuft üblicherweise zehn Jahre, im Abschlussjahr werden die Projekte der internationalen Öffentlichkeit präsentiert.

Die erste Internationale Bauausstellung fand 1901 in Darmstadt statt (Mathildenhöhe) und gilt als ein Meilenstein des deutschen Jugendstils.

In Stuttgart entstand 1927 als Bauausstellung des Deutschen Werkbunds die Weißenhofsiedlung. Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe errichteten führende Vertreter des Neuen Bauens 21 Musterhäuser als Wohnprogramm „für den modernen Großstadtmenschen“. Die Siedlung gilt heute als eines der wichtigsten Vorbilder moderner Architektur.

Ein weiteres international herausragendes Beispiel war die IBA Emscher Park von 1989 bis 1999 im Norden des Ruhrgebiets. Sie setzte Maßstäbe für den Umbau von Altindustrieregionen.

Weitere Informationen zum Format "Internationale Bauausstellung gibt es auf der Plattform open-iba.de.

Spuren: Internationale Bauausstellungen seit 1901 (Auswahl)

Weitere IBAs finden Sie auf der Plattform open-iba.de.

IBA-Plattform

Seit 2014 engagiert sich die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) gemeinsam mit vielen Partnern für eine IBA 2027 StadtRegion Stuttgart. Im Herbst 2015 hat die Regionalversammlung die WRS beauftragt, eine IBA-Plattform zur Themenfindung zu organisieren. Rund 500 Akteure aus der ganzen Region haben sich im Laufe des Jahres 2016 in den Plattformprozess eingebracht.

Ablauf und Dokumentation

Die Ergebnisse der IBA-Plattform dokumentiert das Memorandum IBA 2027 StadtRegion Stuttgart (PDF, 3,7 MB), das zur Abschlussveranstaltung der Plattform am 11. Oktober 2016 in den Stuttgarter Wagenhallen veröffentlicht wurde.

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Kontakt

Sie haben Fragen oder Anregungen zur IBA 2027 StadtRegion Stuttgart? Wir stehen Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung!